PAARUNG, TRÄCHTIGKEIT & BRUTVERHALTEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©  by Maphor

Diese Seite beschäftigt sich mit dem Verhalten von Basilisken während der Paarung, der Trächtigkeit und kurz vor der Eiablage.

Basilisken pflanzen sich das ganze Jahr über fort (zumindest im Terrarium), wobei ich die Hauptfortpflanzungszeit im Frühjahr / Sommer feststelle, und es macht erstaunlicherweise nichts aus, ob die Tiere in einem kleinen Mindestbedarfsterrarium oder großen Becken gehalten werden.

Um die Paarung einzuleiten, beginnt das Männchen mit heftigem Kopfnicken, wobei es sich dem Weibchen zudreht. Während es sich langsam nähert, nickt es zunehmend heftiger, was vom Weibchen ebenfalls durch Nickbewegungen beantwortet wird, falls dieses Paarungsbereit ist. Anschließend führt das Weibchen Fluchtbewegungen durch und wird vom Männchen oftmals durch das gesamte Becken verfolgt, bis es durch einen Biss in die Nackenregion ergriffen wird. 

Nun beginnt die eigentliche Paarung, die in der Regel nicht länger als 1 Minute dauert. Das Männchen schiebt seine Schwanzwurzel unter die des Weibchens, führt einen Hemipenis ein und beginnt die Befruchtung, die meist durch das Weglaufen des Weibchens beendet wird. Eine erfolgreiche Befruchtung kann für mehrere Gelege ausreichen.

Der zeitliche Abstand zwischen Paarung und Eiablage beträgt im Durchschnitt 40 Tage. Das Weibchen nimmt während der gesamten Zeit Nahrung auf, deshalb ist auf eine abwechslungsreiche Ernährung, sowie eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung zu Achten! Es nimmt deutlich an Umfang zu, und ca. 10 Tage vor Ablagebeginn zeichnen sich die Eier seitlich an der Bauchwand ab.

Um eine sichere Eiablage zu gewähren, sollte genug Bodensubstrat vorhanden sein, das weder zu trocken, noch zu feucht ist. Oftmals werden auch in das Becken gehängte und mit Erde gefüllte Blumentöpfe vom Weibchen angenommen.

Die Eiablage beginnt mit Probegrabungen des Weibchens, die 2-3 Tage andauern kann, bis das Tier die  endgültige Ablagegrube fertig stellt. Während des Grabens schaut sich das Weibchen immer wieder aufmerksam um. 

Es sollte in dieser Phase nicht gestört werden, da es sonst zu einer Legenot kommen kann, die den Tod des Tieres zur Folge hat, falls nicht rechtzeitig Abhilfe geschaffen wird!!!

Zur eigentlichen Eiablage steigt das Weibchen rückwärts in die Grube, um ein Ei nach dem Anderen herauszupressen. Anschließend wird die Grube mit den Vorder- und Hinterbeinen wieder verschlossen. Das machen die Tiere so gut, dass man (hat man den Eiablagetermin nicht mitgekriegt) die Stelle ohne zu Graben nicht wiederfindet. Der gesamte Ablagezeitraum beträgt in der Regel 2-3 Stunden, bei extrem scheuen Weibchen sogar mehrere Tage. Anschließend wird das Gelege allein gelassen.

Basilisken betreiben keine Brutpflege! Im Gegenteil: Man sollte das Gelege entfernen und in einen Inkubator (Brutmaschine) überführen, da die Jungtiere bei einem Schlupf im Elternbecken sofort als Beute betrachtet und gefressen werden!

Meine Weibchen legen im Durchschnitt 4 Gelege pro Jahr. Allerdings sollte man ihnen eine kopulationsfreie Phase einräumen, indem man das Männchen für ca. 3 Monate umsiedelt, um den Weibchen einen Erholungszeitraum zu bieten. Geschieht dies nicht, kann es vorkommen, das sie zu Tode kopuliert werden.

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Alle hier gemachten Angaben sind teilweise aus der Literatur entnommen und teilweise aus eigener Erfahrung. Die zugrundegelegte Literatur wird an separater Stelle aufgeführt. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Der Verfasser verwährt sich gegen rechtliche Schritte ihm gegenüber.