|
TIPPS & TRICKS |
||
|
© by Maphor |
Auf dieser Seite verrate ich einige Tipps, Tricks und Kniffe zum richtigen Umgang mit Reptilien (und Insekten), zum Terrarienbau, zur Fütterung usw.
Oberste Regel: Nachzucht statt Wildfang!!! Um den ohnehin schon bedrohten Tierbestand nicht noch stärker zu gefährden, sollte man als Neueinsteiger unter den Basiliskenhaltern immer auf Nachzuchten zurückgreifen. Es gibt genügend Züchter, bei denen man gesunde, blutsfremde Tiere bekommen kann. Dies gilt nicht nur für Basilisken, sondern generell für die Reptilienhaltung.
Quarantäne bei Neukauf: Erwirbt man ein Tier ist es zwingend Notwendig, ungeachtet des äußerlichen Eindrucks, es für 6 bis 8 Wochen in ein Quarantäne Terrarium zu setzen, um seinen Zustand beobachten zu können, zweifelsfreie Kotproben für parasitologische Untersuchungen zu entnehmen und um den eigenen Tierbestand nicht zu gefährden. Der Quarantänebehälter kann ruhig kleiner sein, sollte sich aber leicht reinigen und desinfizieren lassen. An den Rück- und Seitenwänden wird ein Sichtschutz (im einfachsten Fall Zeitungspapier oder Stoff) angebracht. Wichtig auch hier ist ein Wasserbecken, das täglich gereinigt wird und dem Becken leicht zu entnehmende Versteckmöglichkeiten. Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen dem normalen Terrarium angepasst sein.
Futtertiere: Um die Futtertiere mit Vitamin- und Kalkpulver zu bestäuben, gibt man sie am besten in eine vorher vorbereitete Dose. Das kann eine Heimchendose, aber auch jedes andere Gefäß (möglichst durchsichtig) sein. Einmal kurz durchgeschüttelt und die Futtertiere sind fütterbereit!
Kopulationsfreie Phase: Um den Weibchen eine Möglichkeit der Erholung von Paarung und Eiablage zu geben, setze ich das Männchen einmal im Jahr für ca. 3 Monate in ein separates Becken. In dieser Zeit sind die Weibchen in der Lage, neue Kräfte zu schöpfen, sich vom Paarungsstress zu Erholen und sich für die kommende Eiablageperiode zu stärken.
Inkubator: Kauf oder Eigenbau? Man kann Inkubatoren von vielen diversen Firmen in allen Größen kaufen. Man kann allerdings auch mit relativ einfachen Mitteln solch einen Brutkasten selber bauen. Hier eine kleine Anleitung für meine persönliche, preiswerte Variante: Ich habe ein ausgedientes Aquarium mit den Maßen 25cm x 25cm x 40cm mit Alufolie und darüber mit Styropor (man kann auch ein anderes Isolationsmaterial verwenden) an den Außenseiten und der Unterseite verkleidet. Somit bleibt die Wärme innen und das Becken kühlt äußerlich nicht so schnell ab. Als Deckel wird eine etwas größere Glasscheibe (oder wie bei mir eine Kunststoffplatte) ebenfalls mit Alufolie verkleidet, und schräg eingelegt (Holzfüße oder Ähnliches dienen als Auflagefläche), damit das Kondenswasser abfließt und nicht auf die Eier tropft. In den Grund des Beckens bringt man nun eine Heizmatte oder ein Heizkabel ein, deckt das Ganze mit Alufolie ab und bedeckt Alles mit Bodensubstrat (Kokosfaser, Sand oder Ähnliches). Außerdem wird ein kleiner Wasserbehälter benötigt, der regelmäßig aufgefüllt wird und ein Thermometer zur Temperaturkontrolle. !!!!! VORSICHT MIT WASSER UND STROM !!!!! Wenn man keine Zeit hat, um die Temperatur manuell zu verändern, kann man das Heizmittel mit einem Aquariumthemostat koppeln, der die einmal eingestellte Temperatur automatisch regelt.
Lochbleche als Lüftungsgitter: Häufig werden Lochbleche als
Lüftungsgitter im Terrarienbau verwendet.
Schlupfhilfe: Man sollte gut abwägen, ob man nach Überschreitung des errechneten Schlupftermins die Eier von Hand öffnet, also "Schlupfhilfe" gibt. In viele Fällen ist der tatsächliche Termin noch nicht erreicht, und somit das Tier noch nicht lebensfähig und stirbt ab. Unter diesem Aspekt sollte sich jeder ernsthafte Züchter die Frage stellen, ob man Jungtiere, die nicht einmal ohne Hilfe das Ei verlassen können, künstlich am Leben erhalten soll!
Alle hier gemachten Angaben sind teilweise aus der Literatur entnommen und teilweise aus eigener Erfahrung. Die zugrundegelegte Literatur wird an separater Stelle aufgeführt. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Der Verfasser verwährt sich gegen rechtliche Schritte ihm gegenüber. |