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KRANKHEITEN |
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© by Maphor |
Hier soll auf mögliche Erkrankungen und Parasiten eingegangen werden. Da ich
kein Tierarzt bin, möchte ich mir nicht anmaßen, Krankheiten erkennen
oder gar behandeln zu können. Dennoch wird hier aus diversen Büchern (Literatur)
zitiert, da ich selbst festgestellt habe, wie wenig "normale"
Tierärzte über Reptilien und deren Erkrankungen wissen, um somit
vielleicht unnötige Ausfälle zu vermeiden.
Quarantäne bei Neukauf: Erwirbt man ein Tier ist es zwingend Notwendig, ungeachtet des äußerlichen Eindrucks, es für 6 bis 8 Wochen in ein Quarantäne Terrarium zu setzen, um seinen Zustand beobachten zu können, zweifelsfreie Kotproben für parasitologische Untersuchungen zu entnehmen und um den eigenen Tierbestand nicht zu gefährden. Der Quarantänebehälter kann ruhig kleiner sein, sollte sich aber leicht reinigen und desinfizieren lassen. An den Rück- und Seitenwänden wird ein Sichtschutz (im einfachsten Fall Zeitungspapier oder Stoff) angebracht. Wichtig auch hier ist ein Wasserbecken, das täglich gereinigt wird und dem Becken leicht zu entnehmende Versteckmöglichkeiten. Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen dem normalen Terrarium angepasst sein. Außerdem werden folgende Themen aufgeführt: - Milben
Legenot: Die Legenot ist zwar keine Krankheit, sollte aber trotzdem hier erwähnt werden. Sie ist eine der häufigsten Todsursachen bei im Terrarium gepflegten Reptilien. Es handelt sich um das Problem des "nicht ablegen Könnens von Eiern". Dieser Umstand kann alle Reptilienweibchen betreffen. Mögliche Ursachen hierfür sind zu früh begattete Tiere, Störung des Weibchens bei der Eiablage oder allgemein Stress. Abhilfe kann durch frühzeitige (wenn der Ablagetermin überschritten ist, aber noch keine klassischen Legenotanzeichen ersichtlich sind) Gaben von Oxytocin und Kalzium (siehe Basilisken, G. Köhler, 2. Auflage 1999, S.30) geschaffen werden. Falls die Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, bleibt nur noch das chirurgische Vorgehen um das Weibchen zu retten.
Pilzinfektionen der Gelege: Pilzinfektionen betreffen in der Regel nur geschädigte bzw. abgestorbene Eier, so daß eine Behandlung meist erfolglos ist. Es kann jedoch vorkommen, das eine Pilzinfektion auf gesunde Eier übergreift. In diesen Fällen empfiehlt es sich, eine Behandlung mit antimykotischen Salben (z.B. Exoderil - Creme oder Canesten - Creme) zu versuchen. Man sollte das Gelege täglich kontrollieren, um verdorbene Eier sofort auszusortieren. Ist man sich nicht sicher, ob ein Ei abgestorben ist oder nicht, sollte man dieses auf jeden Fall von den Gesunden isolieren und in eine separate Schale legen. Alle hier gemachten Angaben sind teilweise aus der Literatur entnommen und teilweise aus eigener Erfahrung. Die zugrundegelegte Literatur wird an separater Stelle aufgeführt. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Der Verfasser verwährt sich gegen rechtliche Schritte ihm gegenüber. |