|
ERNÄHRUNG |
||
|
© by Maphor |
Die abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unserer Terrarienbewohner ist sehr wichtig für ihre Gesundheit, dem Knochenbau und, vor allem, der Agilität und Lebhaftigkeit im Terrarium. Basilisken besitzen ein großes Nahrungsspektrum und erbeuten praktisch alles, was sie überwältigen und verschlingen können. Im natürlichen Lebensraum setzen sich die Beutetiere größtenteils aus wasserliebenden und baumbewohnenden Gliedertieren, Schnecken, Fische, Frösche, Echsen und junge Vögel zusammen. Die Grundlage des Nahrungsplans im Terrarium gepflegter Basilisken bilden handelsübliche Insekten, wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Wachsmotten und deren Larven, Zophobas, Schaben und bei Jungtieren auch Fliegen. Weiterhin werden Regenwürmer, kleine Fische und nestjunge Mäuse von den meisten Tieren gerne genommen. Insbesondere Helm- und Stirnlappenbasilisken sind sehr geschickt und erfolgreich im Fischfangen. Die Tiere vollführen Sprünge von 1 bis 1,5 m und erbeuten die Fische zielsicher im Stoßtauchverfahren. Zusätzlich zur tierische Nahrung sollte man Früchte (Bananen, Pfirsiche, Melonen, Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Kirschen usw.), Gemüse (geriebene Karotten und Gartenkräuter), Keimlinge und Blüten anbieten, die von vielen adulten (ausgewachsenen & geschlechtsreifen) Basilisken gerne gefressen werden (wobei ich bei meinen Tieren diese Beobachtung nicht machen konnte). Basilisken haben ein sehr großes Trinkbedürfnis, und nehmen täglich Wasser zu sich, das sie entweder in Tropfenform auflecken oder beim Baden trinken. Auf eine ausreichende und regelmäßige Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist unbedingt zu achten, wobei Überdosierungen (vor allem bei Vitamin A und D) genauso gefährlich sind wie eine Unterversorgung. Insbesondere für Weibchen, die ein Gelege nach dem Anderen produzieren, ist eine reichhaltige Calcium- und Vitaminzugabe notwendig. Dies lässt sich leicht durchführen, indem man die Futtertiere kurz vor der Fütterung in einem Gefäß (Heimchendose) mit einem Calcium-/Vitamingemisch pudert. Eine regelmäßige UV- Bestrahlung ist umstritten. Es wird häufig die Meinung vertreten, das bei ausreichender Mineralstoff- und Vitamin D3 Versorgung auf eine UV- Bestrahlung verzichtet werden kann. Da sich diese aber positiv auf Lebhaftigkeit, Färbung und Fortpflanzung auswirkt, wird eine tägliche, 20minütige Bestrahlung mit einer Ultravitalux Birne (300 W) aus 1 Meter Abstand empfohlen. Ich benutze Iguanalight UV- Röhren, die einen Bereich im Abstand von 30 bis 50 cm abdecken, und halbjährlich ausgewechselt werden.
Alle hier gemachten Angaben sind teilweise aus der Literatur entnommen und teilweise aus eigener Erfahrung. Die zugrundegelegte Literatur wird an separater Stelle aufgeführt. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Der Verfasser verwährt sich gegen rechtliche Schritte ihm gegenüber. |